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Vor dem Urlaub zum Hundefriseur?

Welche Pflegemaßnahmen dem Vierbeiner in den Ferien wirklich nutzen

Die Urlaubszeit steht kurz bevor, was traditionell einen Friseurbesuch der meisten Familienmitglieder mit sich bringt. Schließlich ist so ein Sommerschnitt schön luftig und man möchte sich am Urlaubsort ja auch nicht blamieren. Was liegt also näher, als auch den geliebten Vierbeiner in die Prozedur einzubeziehen und zum Hundefriseur zu bringen?

Ein paar Zentimeter müssen dran bleiben

Die menschlichen Vorstellungen von einer idealen Hundefrisur decken sich nicht immer mit den Plänen der Natur. Keine gute Idee sind z. B. raspelkurze, durchsichtige Stoppelschnitte, ganz gleich für welche Rasse. Hunde können genau wie wir Menschen einen Sonnenbrand bekommen. Fehlt die schützende Haarschicht, wird der Sonnenbrand zur Qual. Ein schützende Eincremen ist durch die Resthaare hahezu unmöglich. Hinzu kommt, dass Hunde nicht über die Hautoberfläche schwitzen und so für lindernde Kühlung sorgen können. Sobald das Haar keinen Sonnenschutz mehr erlaubt, ist es zu kurz. Weisen Sie den Hundefriseur bitte darauf hin, dass nach dem Scheren oder Schneiden noch eine Schicht geschlossenes Deckhaar vorhanden sein sollte. Natürlich darf dieses ausgedünnt und gekürzt werden. Bei Ausstellungshunden sollte man allerdings gut überlegen, ob das Scheren sinnvoll ist. Oft werden die Haare danach weicher, verlieren ihre schlichte Struktur und teilweise ihre Farbe. Ein guter Groomer wird Sie diesbezüglich beraten.

Sinnvoll ist es, Hunden mit einer doppelten Behaarung vor dem Sommerurlaub die Unterwolle gründlich zu entfernen. Dafür genügen Striegel und Kamm. Man muss keine Gewaltprozeduren mit schneidenden und rupfenden Werkzeugen durchführen. Die Natur richtet es so ein, dass die Unterwolle im Frühjar dünner wird oder ganz ausfällt. Diesen Fellwechsel sollte man durch regelmäßiges und gründliches Bürsten und Kämmen unterstützen.

Sämtliche Trimmrassen können kurz vor dem Urlaub noch einmal getrimmt werden. Sofern die Rauhaarigen regelmäßig beim Hundefriseur sind, wird dieser den Hund kurz vor Beginn der Urlaubszeit recht kurz, aber eben nicht ganz kahl trimmen. Mehrere Haarschichten in verschiedenen Längen machen das bei den Rauhaarigen möglich. Natürlich schafft man das nicht, wenn man nur unregelmäßig und in großen Abständen zum Trimmen geht. Dann gibt es nur noch eine Schicht lange Haare, die letztendlich dringend ausgetrimmt werden muss. Anschließend steht der Hund in der Unterwolle da - falls noch vorhanden. Bei Trimmhunden ist also Regelmäßigkeit gefragt, was für die Pflege der Lang- und Kurzhaarigen allerdings ebenso gilt.

Sonnenschutz für Hunde?

Kurzhaarrassen sind besonders durch Sonnenbrand gefährdet. Außerdem haben alle Hunde sonnenempfindliche Stellen wie Nase, Ohren, Bauch und Innenschenkel. Nehmen Sie eine möglichst schadstoff- und parfumfreie Sonnenlotion mit, idealerweise ein Produkt für Hunde oder Babys. Die Lefzen und die dünnbehaarten Stellen am Maul sind auch gefährdet. Allerdings ist ein Sonnenschutz dort schwierig, da die Tiere ihn ablecken könnten, was Vergiftungen oder Unverträglichkeiten zur Folge hätte.

Denken Sie auch an einen Hitzeschutz für den Hund. Längere Sonneneinwirkung führt zu einem gefährlichen Sonnenstich, noch viel schneller als beim Menschen. Hunde können sich nur über das Hecheln etwas abkühlen. Dabei strömt etwas kältere Luft in die Lungen und sorgt für einen leichten Temperaturausgleich des Körpers. Man kann sich gut vorstellen, dass Menschen das über ihre große Hautoberfläche viel besser schaffen. Wenn es trotz dieser Umstände ein Strandurlaub mit Hund sein soll, sorgen Sie bitte für ein schattiges Plätzchen während es gesamten Strandaufenthalts und immer für einen Kopfschutz des Tieres. Nehmen Sie Tücher mit. Diese lassen sich angefeuchtet zum Kühlen des Tieres verwenden.

Krallen, Pfoten und Ohren inspizieren

Falls Sie es nicht selbst machen, sollte Ihr Hundefriseur vor Antritt der Reise die Krallen kürzen und die Pfotenzwischenräume freischneiden. Beides erleichtert die verletzungsfreie Fortbewegung. Im Winter spielen die Zehenzwischenräume eine besondere Rolle, da sich darin schnell Eisklumpen bilden. Dadurch fängt der Hund an zu hinken und kann sich verletzten oder Entzündungen zuziehen. Für den Winter verkaufen manche Hundefriseure auch Pfotenbalsam, um die Tiere auf Spaziergängen vor Salz und Lauge zu schützen.

Ein Blick ins Ohr verrät, ob die Haare ausgezupft werden müssen. Auch das ist vor dem Urlaub sinnvoll, um Ohrprobleme auf der Reise zu vermeiden.

Weitere Informationen zur Hundepflege finden Sie auf www.hundesalon.org. Dort erwartet Sie auch eine umfangreiche Hundefriseur-Datenbank mit erfahrenen Groomern.


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